SalonSchreibtisch um 1880










SalonSchreibtisch um 1880
Schwarz gefasster Gründerzeit-Schreibtisch mit ausziehbarer Schreibplatte
um 1880
Aus dem Nachlass des Berliner Leierkastenmann Manfred Grandé
Repräsentativer Salon- bzw. Damenschreibtisch der späten Gründerzeit, ausgeführt in schwarz gefasstem Holz mit feiner, handgezogener Ziermalerei. Die Front wird durch zwei übereinanderliegende Schubladen mit originalen Messingbeschlägen und ornamental gearbeiteten Schlüsselschildern gegliedert. Zarte Ranken- und Linienornamente lockern die architektonisch strenge Form auf und verleihen dem Möbel jene dekorative Eleganz, die für das bürgerliche Interieur des ausgehenden 19. Jahrhunderts charakteristisch ist.
Besonders reizvoll ist die unter der Deckplatte liegende, ausziehbare Schreib- bzw. Arbeitsfläche, mit rotem Stoff bezogen. Sie erweitert die Nutzungstiefe des Möbels und verweist auf seine praktische Verwendung für Korrespondenz, Kontobücher oder feine Schreibarbeiten — eine funktionale Raffinesse, wie sie in Salonmöbeln dieser Zeit häufig zu finden ist.
Die gedrechselten Beine ruhen auf geschweiften Stegverbindungen, die Stabilität und gestalterische Leichtigkeit zugleich vermitteln. Konstruktion und Ornament stehen hier in ausgewogener Beziehung.
Die originale Oberfläche zeigt altersbedingte Gebrauchsspuren und partielle Abreibungen der Fassung,— eine gewachsene, authentische Patina, die die Geschichte des Möbels sichtbar macht, ohne seine Wirkung zu schmälern.
Ein charakterstarker Blickfang zwischen Schreibmöbel und Konsoltisch — dekorativ wie funktional
1m breit x 79cm hoch x 60cm tief